Gehaltsfrage im Bewerbungsgespräch- Beachtet diese 5 Punkte wenn Ihr euch nicht ins Aus kicken wollt

Fast jede/r KandidatIn, den/die wir auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten, fragt uns wie man sich verhält wenn es um das Thema Gehalt geht und man gefragt wird wieviel man verdienen möchte.

Das ist für viele Kandidaten ein Punkte, bei dem sie sich unsicher fühlen, denn

zum einen möchte natürlich jede/r möglichst gut verdienen und nicht zu wenig verlangen und

zum anderen möchte sich aber niemand durch eine zu hohe Gehaltsnennung ins Aus kicken.

Habt Ihr das auch schon erlebt?

In 80% aller Vorstellungsgespräche wird dem Bewerber diese Frage gestellt und bevor Ihr anfangt zu zögern und Euch diese Frage verunsichert, seid besser darauf vorbereitet.

Denn die Gehaltsfrage kann Euch am Schluss das Gespräch noch versauen, auch wenn das gesamte bisherige Gespräch sehr gut gelaufen ist.

Wenn Ihr die folgenden 5 Punkte beachtet seid Ihr bestens auf die Gehaltsfrage vorbereitet:

 

1. Informiert Euch am Markt oder bei Bekannten was ein marktübliches Gehalt

für die Position ist oder Ihr könnt es Euch selber

überlegen aufgrund Eurer Erfahrungen

Ihr solltet eine Vorstellung haben was ein marktübliches Gehalt für die Position ist auf die Ihr Euch bewerbt. Die Erfahrung die Ihr für die Position mitbringt spielt da natürlich auch eine Rolle.

Sprecht mit Freunden, Kollegen oder Bekannten die in diesem Bereich tätig sind. Man findet im Internet auch Gehaltsspiegel für bestimmte Funktionen oder Ihr könnt auch das Gespräch mit einem spezialisierten Personalberater suchen. Personalberater sollten Euch hier „beraten“ und Euch Zahlen bzw. Bandbreiten nennen können. Das ist Teil ihres Jobs.

 

2. Auf die Frage nach Gehaltsvorstellung nennt Ihr

entweder Euer derzeitiges Gehalt  + 10% oder

wenn Euer jetziges Gehalt zu niedrig ist,  das marktübliches Gehalt für die Position

Wenn Ihr im Vorstellungsgespräch gefragt werdet was Ihr Euch für ein Gehalt vorstellt, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

a) Entweder nennt Ihr Euer jetziges Gehalt und sagt Ihr möchtet Euch bei einem Jobwechsel schon verbessern und nennt ca 10% mehr.

Dieses Vorgehen macht Sinn wenn Ihr wisst dass Euer momentanes Gehalt marktkonform ist. In der Regel bekommt man mit ob das Gehalt das man hat über-, unterdurchschnittlich oder marktkonform ist. Es ist klar dass Ihr Euch im Vergleich zum derzeitigen Gehalt nicht verschlechtern möchtet, daher nennt Ihr eine Zahl die auf jeden Fall über Eurem jetzigen Gehalt liegt.

b) Oder - wenn Ihr genau wisst dass Ihr momentan zu wenig verdient - dann nennt Ihr eine Zahl die für die Position auf die Ihr Euch vorstellt angemessen ist.

Es gibt Firmen die definitiv auch pokern wenn Ihr Euer wirkliches momentanes (zu niedriges) Gehalt nennt. Es wird Euch in dem Fall ein höheres Gehalt angeboten als das was Ihr heute habt, das aber unter dem möglichen Budget liegt. Das wäre schade und nicht angemessen.

 

3. Stellt die Gegenfrage welche Gehaltsbandbreite für die Position vorgesehen ist

Generell ist es immer gut auch zurück zu fragen welche Gehaltsbandbreite für diese Position vorgesehen ist. Traut Euch das. Ihr könnt hinzufügen, dass Ihr Euch vorstellen könnt dass das Gehalt ins Team passen muss.

Das erklärt einerseits Eure Frage und zeigt andererseits dass Ihr teamorientiert denkt. Vielleicht wird Eure Frage beantwortet, dann könnt Ihr mit Eurer Gehaltsvorstellung darauf reagieren. Wenn nicht, dann „ok, kein Thema.“ Einen Versuch ist es wert.

 

4. Keine Gehaltspokerei

Hier kommt noch ein ganz wichtiger Punkt, den ich Euch nur empfehlen kann: (entgegen einiger anderer Meinungen)

Keine Gehaltspokerei! Vergesst das! Erst recht nicht wenn Ihr ein super Gefühl bei dem bisherigen Gespräch habt. Auf Gehaltspoker reagieren die meisten Firmen nicht gerade positiv. Das kann Euch am Schluss das ganze Gespräch versauen.

Mit Gehaltspoker meine ich eine möglichst hohe Zahl zu nennen in der Annahme „ich werd ja eh heruntergehandelt und dann landen wir bei dem Gehalt das ich mir vorstelle“.

Nein, genauso ist es oft eben nicht. Wenn die Firmen Euch wollen und Ihr ein Gehalt nennt das in den Rahmen passt dann gibt’s oftmals keine Gehalts- „verhandlung“, dann wird das einfach akzeptiert.

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5. Es gibt nicht DIE Gehaltsstrategie. Vertraut auf Euer Feingefühl

Letzter Punkt: es gibt nicht DIE Gehaltsstrategie. Jeder Mensch tickt anders, jedes Unternehmen tickt anders und jedes Gespräch verläuft anders. Vertraut auch auf Euer Feingefühl in dem Gespräch und lasst Euch nicht zu viele schlaue Ratschläge von anderen geben.

Nichtsdestotrotz solltet Ihr Euch vorher mit dem Thema beschäftigt haben, dann fühlt Ihr Euch in dem Gespräch auch sicherer.

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei den Vorstellungsgesprächen und wenn Ihr Fragen habt, kontaktiert uns gerne unter vienna@talentgroup.at.

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